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Allergie

Allergische Erkrankungen nehmen weltweit dramatisch zu.
Immer mehr Menschen besonders Kinder und Jugendliche leiden heutzutage an einer oder mehreren Allergien. Die genauen Ursachen sind noch unbekannt. Vieles spricht jedoch dafür, dass die zunehmende Belastung durch allergieauslösende Stoffe und Umweltschadstoffe, vor allen Dingen Zigarettenrauch sowie exzessive Sauberkeit und Hygienebedingungen im persönlichen Umfeld der Kinder eine große Rolle spielen.

Was sind sog. atopische Erkrankungen?
Unter dem Oberbegriff der "atopischen Erkrankungen" oder "Atopien" hat man allergische Erkrankungen zusammengefasst, die in einer bestimmten Form einer allergischen Antigen- Antikörperreaktion ausgelöst werden. Dabei wird der vom Immunsystem gegen ein Antigen gebildete Antikörper Immunglobulin der Klasse E (IgE) genannt. Die Reaktion des Antikörpers mit dem Allergen führt zur Freisetzung von bestimmten Stoffen insbesondere von Histamin. Die Entzündungsreaktion (IgE vermittelte allergische Reaktion vom Soforttyp) nimmt seinen Lauf. Dieser allergischen Reaktionsform werden ca. 90% aller allergischen Reaktionen zugeschrieben.
Die häufigsten "Atopien" sind
- allergisches Asthma
- Heuschnupfen
- Neurodermitis
- Nahrungsmittelallergien

Warum reagiert der eine allergisch der andere nicht?
Die Veranlagung zu einer allergischen Reaktion ist teilweise erblich. Wenn ein Elternteil eine der genannten atopischen Erkrankungen hat, müssen etwa 40 Prozent der Kinder auch mit einer atopischen Erkrankung rechnen. Wie bereits oben beschrieben bestehen noch viele Fragezeichen in der Forschung. Man vermutet Zusammenhänge mit dem sog. westlichen Lebensstiel. Studien zufolge trägt die Luftverschmutzung westlicher Industrien zur Verbreitung von Allergenen bei. Andere Studien belegen eine zunehmende Allergenmenge insgesamt und verlängerte Blühzeiten der Pflanzen.

Muss ich mit der Entwicklung eines Asthma bronchiale rechnen bei Heuschnupfen?
Ja, in etwa 40% der Pollenallergiker entwickeln im Laufe der Zeit ein allergisches Asthma bronchiale. Der beste Weg, einen solchen sog. „Etagenwechsel“ zu vermeiden, ist eine frühzeitige und konsequente Behandlung der allergischen Symptome. Weiterhin sollten verschiedene Maßnahmen die Allergenkonzentration vermindern. (z.B. in den betreffenden Zeiten häufiger die Haare waschen, richtig Lüften, Aufenthalt im Freien meiden, Pollenfilter verwenden, Urlaubszeiten und Orte entsprechend planen)
Ein erfolgreicher Weg, der Entwicklung eines Asthma bronchiale vorzubeugen, besteht in der „Spezifischen Immuntherapie“ (Hyposensibilisierung). Hierbei wird versucht, das Immunsystem durch gezielte Gaben von kleinsten Allergenmengen in steigender Dosis umzustimmen, d.h. eine Toleranz des Immunsystems gegenüber Pollen oder anderen Allergenen zu erzielen. Die allergischen Beschwerden vermindern sich bei der Mehrzahl der Patienten und somit das Risiko für Asthma. Studien belegen eindeutig, dass diese Therapie den gefürchteten Übergang vom Heuschnupfen zum Asthma häufig verhindern kann.
Die spez. Immuntherapie erzeugt keine neuen Allergien, sie verhindert allerdings nicht, dass sich andere, neue Allergien genauso oft wie ohne Hyposensibilisierung bilden.

Welche Formen der Spezifischen Immuntherapie gibt es?

Langzeitimmuntherapie
Bei der ganzjährigen Langzeitimmuntherapie wird das Immunsystem langsam an die Allergene gewöhnt. In der Aufbauphase erhält der Patient über einen Zeitraum von 3-4 Monaten wöchentlich eine Injektion. Die Allergendosis wird hierbei allmählich gesteigert, bis die individuelle Höchstdosis erreicht ist. In der anschließenden Zeit erfolgen die Injektionen monatlich. Die Behandlung sollte konsequent über drei Jahre fortgeführt werden. Je länger die Behandlung, desto größer und nachhaltiger ist der Erfolg.

Kurzzeitimmuntherapie
Bei der Kurzzeitimmuntherapie wird dem Patienten das bei Ihm zu den Beschwerden führende Allergen in Form eines Allergoids ca. 2-3 Monate vor der Pollenflugzeit in steigender Dosierung gespritzt. Innerhalb von einigen Wochen erhalten die Patienten eine Serie von Injektionen. Auch hier belegen Studien eine deutliche Besserung der Beschwerden.

Sublinguale Immuntherapie
Eine dritte Möglichkeit stellt die sublinguale Immuntherapie (SLIT) dar. Mit Hilfe von Tropfen, die für zwei Minuten unter die Zunge gegeben werden, wurde neuerdings eine Therapieform entwickelt, die besonders für Kinder und für empfindliche Patienten geeignet zu sein scheint.

Was versteht man unter einer Kreuzallergie?
Durch die Ähnlichkeit bestimmter Pollenallergene mit Eiweißstrukturen von Nahrungsmitteln treten Kreuzreaktionen, sog. pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien auf. Die Allergene werden vom Immunsystem verwechselt mit der Folge, dass die betoffenen Nahrungsmittel auch allergische Symptome auslösen können. Man schätzt, dass ca. drei Millionen Pollenallergiker in Deutschland unter Kreuzreaktionen auf bestimmte Lebensmittel leiden.
(s. auch Tabelle Kreuzallergene )
In der Regel liegen nur vereinzelte und nicht alle jeweils aufgezählten Kreuzallergene vor. Dementsprechend sollte als Konsequenz das entsprechende Allergen gemieden werden. Auch Zubereitungsform, Sortenwahl und Menge spielen bei allergischen Reaktionen eine wichtige Rolle. Manchmal reicht es z.B. aus, rohe Produkte durch gekochte zu ersetzen.

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