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Bronchialcarcinom (BC) [„Lungenkrebs“]

Von allen Krebserkrankungen macht das Bronchialcarcinom 25 % aus. Das bedeutet, dass 60 Menschen, gerechnet auf 100.000 Einwohner, jährlich daran erkranken.
Beim BC handelt es sich um den häufigsten Tumor beim Mann und den vierthäufigsten Tumor bei der Frau (nach Brustkrebs, Gebärmutter- und Dickdarmkrebs).
Es zeichnet sich in den letzten Jahren aber eine deutliche Steigerung dieses Tumors auch bei Frauen ab, so dass der Bronchialkrebs an die 2. Stelle oder sogar an die 1. Stelle des häufigsten bösartigen Tumors bei Frauen treten könnte.
Ursache ist die vor Jahrzehnten geänderten Rauchgewohnheit; immer mehr Frauen rauchen !!!
Nahezu 90 % aller Bronchialcarcinome sind durch das Rauchen verursacht. Es kommen aber auch andere Ursachen in Betracht: Arbeitsstoffe wie Asbest, Arsen, Chrom, Nickel, Benzopyren, Lost, BCMG und radioaktive Stoffe.
An weiteren Risikofaktoren ist das sogenannte Narbencarcinom, zu nennen, das z. B. bei Menschen auftreten kann, die früher einmal eine Lungentuberkulose durchgemacht haben.

Es besteht außerdem eine genetische Disposition, d. h. eine „Veranlagung“, am Bronchialcarcinom zu erkranken. So haben Personen, bei denen ein Elternteil am Bronchialcarcinom erkrankt ist, ein 2- bis 3fach erhöhtes Risiko selbst an dieser Erkrankung zu erkranken.
Man unterscheidet grob in 2 Typen. Zum einen gibt es das sogenannte kleinzellige Bronchialcarcinom (SCLC = small cell lung cancer) und das sogenannte nicht kleinzellige Bronchialcarcinom (NSCL = non small cell lung cancer). Unter diesem Begriff werden sog. Plattenepithelcarcinome, Adenocarcinome und großzellige Bronchialcarcinome zusammengefasst. Der Facharzt kann aufgrund des Gewebetyps, der Größe des Tumors, seiner Absiedlung in Lymphknoten oder in andere Organe bestimmte Stadien festlegen.

Nach der Gewebstypisierung und der Stadieneinteilung richtet sich die Therapie.
Die Behandlung kann sowohl medikamentös erfolgen als auch operative Maßnahmen und Strahlentherapie beinhalten. Häufig sind auch Kombinationen unterschiedlicher Maßnahmen anzuwenden.
Zur Behandlung ist eine enge Kooperation zwischen Hausarzt, ggf. Pneumologe und Chirurg/Strahlentherapeut erforderlich.
Symptomatik: Im Frühstadium gibt es keine typischen Symptome. Häufig wird ein kleiner Bronchialtumor nur zufällig durch eine Röntgen-Untersuchung erkannt.
Husten, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen gelten eher als unspezifische Spätsymptome. Eine Blutbeimengung zum Sputum ist immer ein Alarmsignal!
Hinsichtlich der Prognose ist der Gewebetyp, das Tumorstadium, der Allgemeinzustand und das immunologische Verhalten des Patienten entscheidend.
Es gibt nicht wenige Patienten, die vor 15 – 20 Jahren operiert wurden und keine Zeichen eines Rezidives (Wiederauftreten der Erkrankung) oder einer Metastasierung in andere Organsysteme aufweisen.
Das soll aber nicht darüberhinwegtäuschen, dass es sich beim BC um eine sehr bösartigen Tumor handelt. Nach der Therapie sind engmaschige fachärztliche Kontrolluntersuchungen obligat. Dazu gehört auch die Bronchoskopie, die in der Anfangszeit mindestens halbjährlich durchgeführt werden sollte und auch nicht so „schrecklich“ ist, wie vielfach vermutet.

Raucher stellen die Risikogruppe dar und sollten regelmäßig und konsequent untersucht werden. Es gibt inzwischen neue Verfahren (Floureszenz-Bronchoskopie), die frühzeitige Veränderungen der Zellen (noch kein Karzinom) entdecken können. Leider befinden sich diese Methoden noch im Entwicklungsstadium.

Bei subjektivem V. a. eine bösartige Erkrankung des Bronchialsystems sollten Sie frühzeitig Ihren Arzt aufsuchen, damit durch weitere Diagnostik eine Klärung erfolgen kann.
Im Frühstadium ist eine Heilung häufig möglich !

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