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COPD (Chronische Bronchitis mit Verengung der Atemwege)

Die meisten Patienten mit chronischem Husten und Auswurf entwickeln keine obstruktive, d. h. mit Verengung der Bronchien einhergehende Lungenerkrankung, sondern leiden an einer nicht obstruktiven chronischen Bronchitis.
Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt eine chronische Bronchitis vor, wenn Husten und Auswurf über wenigstens 3 Monate in mindestens 2 aufeinander folgenden Jahren bestehen.
Eine chronisch obstruktive, also mit Verengung der Bronchien einhergehende Bronchitis ist durch eine permanente Verengung der Bronchien gekennzeichnet.

Folge dieser Bronchialobstruktion ist häufig die Entwicklung eines Lungenemphysems („Lungenblähsucht“). Das Lungenemphysem ist definiert als irreversible Erweiterung und Destruktion der Lufträume distal (hinter) der terminalen Bronchiolen (kleinste Atemwege).
Der Begriff COPD (chronic obstructive pulmonary disease) umfasst eine Symptomatik und funktionelle Beeinträchtigung der Lunge, die charakterisiert ist durch eine Kombination aus chronischem Husten, gesteigerter Sputumproduktion, Atemnot, Atemwegsobstruktion und eingeschränktem Gasaustausch (Sauerstoff, Kohlendioxid).
Die COPD lässt sich als eine Krankheit definieren, die durch eine fortschreitende, nach Gabe von bronchialerweiternden Mitteln oder Kortison nicht vollständig zu beseitigende Atemwegsverengung auf dem Boden einer chronischen Bronchitis und/oder eines Lungenemphysems gekennzeichnet ist.
Nicht eingeschlossen in die Diagnose COPD werden andere Ursachen an chronischen Atemwegsverengungen, wie Asthma, Mukoviszidose, Bronchiektasen und BOOP.
Die Prävalenz (Anzahl der Erkrankungsfälle) der chronischen Bronchitis wird bei der Erwachsenenbevölkerung auf 10 – 15 % geschätzt. Der Anteil der chronisch obstruktiven Bronchitis – Husten, Auswurf und Atemwegsobstruktion – an der Gesamthäufigkeit ist nicht genau bekannt.
Die Lebensqualität und Prognose der Erkrankung werden durch die Atemwegsverengung nachhaltig negativ beeinflusst.
Weltweit ist die COPD gegenwärtig die vierthäufigste Todesursache. Für die nächsten Jahrzehnte ist ein weiterer Anstieg von Neuerkrankungen und damit verbundener Sterblichkeit zu erwarten, so dass die COPD im Jahre 2020 unter den häufigsten Todesursachen auf dem 3. Platz und bezüglich der Krankheitsfolgen – gemessen an der Summe aus den Jahren, die durch den vorzeitigen Tod verloren gegangen sind, und aus den Jahren, die mit einer schwergradigen Behinderung gelebt wurden – von Rang 12 auf Rang 5 der weltweit häufigsten Erkrankung vorrücken wird.
Unbestritten ist die enorme sozioökonomische Bedeutung der COPD. Hochgerechnet aus den Angaben der AOK verursacht die chronische Bronchitis jährlich etwa 25 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage; die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten betragen, zurückhaltenden Schätzungen zufolge, etwa 5,93 Milliarden Euro.
Der Krankheitsverlauf der COPD ist durch eine fortschreitende Verschlechterung der Lungenfunktion und eine zunehmende Beeinträchtigung des Befindens gekennzeichnet. Im weiteren Verlauf kommt es zu immer häufigeren durch Infekt bedingten Verschlechterungen der Erkrankung.
Die frühe Diagnostik der COPD wird dadurch erschwert, dass Patienten mit leichter oder sogar mittelgradiger COPD die fortschreitende Belastungsdyspnoe (Kurzatmigkeit bei körperlichen Anstrengungen) infolge körperlicher Schonung nicht als störend empfinden und sich daher einer für die Besserung der Prognose möglicherweise wichtigen Frühdiagnostik und frühzeitigen Therapie entziehen. So wird die wichtige Lungenfunktionsanalyse nur sporadisch und nicht regelmäßig durchgeführt. Eine Bestimmung der Lungenfunktionsparameter ist aber mindestens genauso wichtig wie die regelmäßige Kontrolle des EKG´s.

Entwicklung der Erkrankung
Chronischer Husten ist oft das erste Symptom der COPD. Der Husten kann anfangs zeitweise, im Verlauf aber dann regelmäßig, meistens morgens, auftreten. Der Husten ist begleitet von Auswurf, der ebenfalls morgens auftritt. Häufig suchen aber die Patienten erst uns auf, wenn zu den beschriebenen Symptomen Atemnot bei Belastung dazu kommt. Bei Fortschreiten der Erkrankung nimmt diese Atemnot zu; sie tritt dann auch in Ruhe auf. Hinzukommen Engegefühl im Brustkorb und nicht immer pfeifende Atemgeräusche.
Bei Verdacht auf diese Erkrankung sollte eine umfassende Lungenfunktionsanalyse durchgeführt werden. Dazu gehören die sog. Ganzkörperplethysmographie, d. h. eine Untersuchung der Lungenfunktion in einer „Glaskabine“, die Messung der Diffusion (wie schnell kommt der Sauerstoff vom Lungenbläschen in die Blutbahn – ein sehr empfindlicher Messparameter), die Blutgasanalyse (Bestimmung von Sauerstoff und Kohlendioxid und weiteren Parametern) und Messung der Atemmuskelkraft (über 90 % der Atemmuskelkraft wird durch das Zwerchfell bereitgestellt).
Bei der Ganzkörperplethysmographie handelt es sich um die beste Methode zur Erfassung der  Lungenfunktion. Hier sind die deutschen Mediziner den Amerikanern einmal deutlich voraus ! Aber auch in Amerika sieht man die Bedeutung der Methode; das beweisen die Absatzzahlen der Hersteller.
An die Erstellung der Lungenfunktion schließen sich Röntgen-Aufnahmen der Brustorgane an; häufig ist auch die Anfertigung eines EKG´s und einer Echokardiographie (Frage nach der Belastung des sog. rechten Herzens) erforderlich.
Die Erkrankung „COPD“ wird in 4 Schweregrade (0 – 3) eingeteilt. Die Schweregrade werden errechnet anhand der Lungenfunktionsparameter.
Dazu ist die o. g. umfangreiche Lungenfunktionsanalyse obligat.
Man kann aufgrund der Vorgeschichte, der Lungenfunktionsparameter und der allergologischen Diagnostik eine COPD vom Asthma bronchiale i.d.R. unterscheiden.
Nach Bestätigung der Diagnose der COPD ist im weiteren Verlauf eine Kontrolluntersuchung mindestens 1x pro Jahr beim Facharzt (Empfehlung der internationalen Gesellschaften) erforderlich. Zwischenzeitlich sollte der Patient regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Hausarzt durchführen lassen.
Primäres Ziel der Therapie ist der konsequente Stop des Rauchens. Medikamente lindern die Symptome der Erkrankung und können die Progredienz verlangsamen, aber nur die Beseitigung des Kausalfaktors „Rauchen“ führt zu einer Besserung der Erkrankung, denn das Fortschreiten der Atemwegsverengung korreliert mit der täglich konsumierten Zigarettenzahl.
Nur nach Aufgabe des Rauchens kann die normalerweise auftretende jährliche Abnahme des Lungenvolumens auf das bei Nichtrauchern übliche Maß reduziert werden. Für die medikamentöse Behandlung existieren sehr viele Arzneien. Der Facharzt kann anhand der Entwicklung der Lungenfunktionsparameter und des subjektiven Befindens eine individuell abgestimmte Therapie einleiten.
Aber noch einmal, primäres Ziel ist der konsequente Stop des Rauchens!!!

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